Sport Kenjutsu

 

 

Die Geschichte des Sport Kenjutsu geht auf im Grundsatz auf das sog. Sport Chanbara zurück; also dem Kämpfen mit gepolsterten Waffen.

Im Jahre 1969 wurde das Sport Chanbara durch eine Gruppe japanischer Kampfkünstler

zum Zwecke einer „Modernisierung der Trainingsmethoden in der Kampfkunst“ initiiert. Dies geschah maßgeblich unter der Leitung von Tanabe Tetsundo.

So sah Sport Chanbara als Lehrbestandteil des Goshindo zunächst vor, mit verschiedenen gepolsterten Waffen und leichter Rüstung ähnlich dem Kendo, das Kämpfen mit dem traditionellen japanischen Waffen zu lehren.

Aufgrund der Beliebtheit entwickelte Sport Chanbara in den Folgejahren eine Eigendynamik zunächst in Japan (u.a. durch Demura Fumio)  und wurde letztendlich an diverse amerikanische Kampfkünstler weiter getragen. Hier zu nennen sind im Besonderen Dana Abbott, Schüler von Tanabe Tetsundo, Begründer der Samurai Sports Inc. sowie der Action Flex Combatative Weapons, Robert Braff, Begünder des San-Ryu-Do, sowie Kevin Hafford, unter anderem Autor des Black Belt Magazines, die das Sports Chanbara in den USA adaptierten sowie popularisierten und nach und nach mit diesem System eben auch ein Franchise entstand. So erschienen beispielsweise zahlreiche Lehrvideos mit oben genanntem Fumio Demura und Dana Abbott.

 

2007 besuchte eine Delegation der IMAF Branch Germany im Rahmen eines Lehrganges sowie eines Turniers Serbien. Dort wurden Jens Fricke, Thorsten Garrels und Sebastian Roskosch mit einer Adaptation dieses Systems bekannt. Es war Dr. Ivica Zdravkovic, ebenfalls Schüler von Tanabe Tetsundo, der Sport Chanbara sowie jene Adaptation, das Sport Kenjutsu, in Serbien lehrte. Unter anderem durch Dr. Zdravkovic wurde das Prinzip des Sport Chanbara im Sport Kenjutsu systematisiert und ein Kampf ohne Rüstung und auschließlich mit dem Langschwert, dem Kurzschwert, sollten hier den formalen Rahmen des Systems bilden. Um entsprechenden juristischen Vorschriften nicht zu widersprechen, wurde dieses System unter der Bezeichnung des Sport Kenjutsu zunächst in der MAIF (Bruce Bethers und George E. Anderson sind in diesem Zusammenhang besonders zu nennen), der International Shinbudo Association sowie dem European Budo Council bekannt.

Im Rahmen einer Zusammenarbeit der IMAF Europe mit dem European Budo Council wurde das Sport Kenjutsu zunächst in der IMAF Branch Germany durch oben genannte Delegation eingeführt und erfreute sich von Anfang an großer Popularität.

So wurde das Sport Kenjutsu in der IMAF Europe nach diversen nationalen Turnieren und internationalen Lehrgängen bzw. Seminaren erstmals 2009 auf den IMAF World Championships in Antwerpen offiziell als Wettkampfdisziplien ausgetragen und wird seitdem in diversen IMAF-Mitgliedsstaaten wie Deutschland, Polen, Irland, Belgien, Italien und Schweden, gelehrt und trainiert.