Suche
  • IMAF EUROPE BRANCH GERMANY

23 Jahre "Gewalt an Kindern ? – Jetzt reicht`s !" Schreien will gelernt sein !


Jens Fricke und sein Team vom OSC-Emden unterrichteten auf Einladung von Christian Arians zahlreiche Kinder in Sachen Selbstschutz in Hohenkirchen.

Auf dem Programm stand neben dem Einsatz der Stimme und dem Einhalten von Sicherheitsabständen die Selbstverteidigung mit einer Schultasche auf dem Rücken.

Gewalt ist aktuelles Thema und die Nachfrage nach Schutzprogrammen und Selbstverteidigung für Kinder wird immer größer. 1996 rief der Leiter des Osaka Sport Centers Emden, Jens Fricke, zusammen mit befreundeten Trainern und zahlreicher Unterstützung die Initiative "Gewalt an Kindern? – Jetzt reicht`s!" ins Leben.

Auf speziellen Selbstschutz & Präventionslehrgängen werden sowohl alters- und geschlechtsspezifische Selbstverteidigungstechniken, als auch Verhaltens- und Kommunikationsformen unterrichtet und geschult. Ein Konzept, das den Namen „Gewalt an Kindern ? – Jetzt reicht`s!“ trägt und vollständig auf Schlagen und Treten verzichtet.. Neben den Verhaltensmustern in typischen Gefahrensituationen stehen vor allem Gefahrenerkennung und Bewältigung im Vordergrund.

Durch die differenzierte Situationsschulung, wie z.B. dem Fremden an der Haustür, Verhalten im und am fremden PKW, auf dem Spielplatz, dem Fahrrad oder bei Unbekannten, die zum Eis einladen – gekoppelt an einfache Selbstverteidigungstechniken – lernen die Kinder in praxisbezogenen Rollenspielen während des Trainings Tricks und Kniffe, die zur Prävention dienen sollen und letztendlich zum effektiven Selbstschutz führen können.

Durch das "spielerische" Trainieren von Gefahrenerkennung, Einschätzung und Reaktion wird sowohl das psychologische Profil gestärkt, als auch der Überraschungseffekt bei den Kindern verringert. Gefahrensituationen werden wiedererkannt und die Gegenwehr fällt leichter, da die Situation aus dem Training bekannt war.

Ein weiterer Bestandteil des Selbstschutzkonzeptes für Kinder ist die systematische Aufklärung in Bezug auf Prävention der Eltern, um den Zugriff durch unbekannte Dritte zu erschweren. Beispiel : Keine T´Shirts mit Namensaufdruck zu kaufen oder die volle Anschrift auf Schultaschen zu vermeiden.

Mit einfachen Techniken kann man den Kindern schon viel beibringen, wie man sich gegen Größere und Stärkere behaupten kann. Oft hilft die Körpersprache, Blickkontakt oder ein lauten "Lassen Sie mich in Ruhe!", "Gehen Sie Weg!", "Lassen Sie mich los!". Vor allem die Jungs müssen oft lernen, dass die Bitte um Hilfe keine Schwäche, sondern wünschenswert ist und oft zur Lösung von Konflikten beiträgt. Insgesamt hat das Konzept „Gewalt an Kindern? – Jetzt reicht`s! 5 Trainingsmodule.

5 Ansichten